Die Ärmsten gehen bei Kindergelderhöhung leer aus

Die Bundesregierung hat in der Kabinettssitzung am 12. Oktober 2016 die Erhöhung des Kindergeldes um zwei Euro beschlossen. Dazu erklärt Kirsten Eickler, Fraktionsvorsitzende  der Partei DIE LINKE Rhein-Kreis Neuss:

 

Die Regierungsparteien klopfen sich für die Kindergelderhöhung auf die Schulter. Doch zur traurigen Realität in  Deutschland gehört, dass gerade die Ärmsten davon überhaupt nichts haben: Das Kindergeld wird auf Sozialleistungen komplett angerechnet. Die Kinder von Langzeiterwerbslosen und von Alleinerziehenden, die zumindest auf aufstockende Sozialleistungen angewiesen sind, weil ihr Einkommen nicht reicht, gehen auch bei dieser Kindergelderhöhung leer aus.

DIE LINKE fordert, dass das Kindergeld künftig nicht mehr auf Sozialleistungen angerechnet wird. Damit diejenigen Familien, die das Kindergeld am nötigsten brauchen, auch wirklich etwas davon haben. Zudem setzen wir uns für die sofortige Erhöhung des Sozialleistungsregelsatz auf 520€ und in einen weiteren Schritt für die Sanktionsfreie Mindestsicherung ein.

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